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Burg / Schloss in Nordrhein-Westfalen

Schloss Türnich

Im Kerpener Stadtteil Türnich ist das bezaubernde Schloss Türnich beheimatet. Das ganz an die Eleganz der französischen Maisons de Plaisance erinnernde Schloss ist eines der beeindruckendsten Bauwerke und beliebtesten Ausflugsziele des Rhein-Erft-Kreis. Seine imposante Gartenanlage lädt die Besucher zum Verweilen ein.

Das in einen Dornröschenschlaf gefallene profane Bauwerk, das nun seit 28 Jahren nicht mehr bewohnt wird, wird ringförmig von zwei Wassergräben umfasst. Freiherr Carl Ludwig von Rolshausen ließ Mitte des 18. Jahrhunderts das spätbarocke Herrenhaus erbauen, das durch höfische Ausstattung und Eleganz imponiert. Im Jahre 1895 errichtete der Architekt Heinrich Krings am Nordosteck des Palais eine einschiffige Kapelle, die der heiligen Elisabeth von Thüringen gewidmet ist. Eine Besonderheit sind die von dem Nazarener Franz Guillery sowie Eduard Gebhardt und Ernst Deger neuromanisch gestalteten Marmorverkleidungen und Wandgemälde im Inneren des Prachtbaus. Leider sind die Innenräume des denkmalgeschützten Wasserschlosses aufgrund von notwendigen Bauarbeiten zurzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Besonders der barocke Schlossgarten, der teilweise mit exotischen Bäumen und Sträuchern bewachsen ist, zieht viele Besucher in seinen Bann. Entdecken Sie bei ihrem Spaziergang durch die prachtvolle Lindenallee die Kunstwerke des Künstlers Marko Pogačnik. Nach ihrem Spaziergang ist ein Besuch des Schlosscafés zu empfehlen. Hier wird Ihnen die Möglichkeit geboten, die träumerische Kulisse in ihrer vollkommenen Schönheit zu genießen. Im Kerpener Stadtteil Türnich ist das bezaubernde Schloss Türnich beheimatet. Das ganz an die Eleganz der französischen Maisons de Plaisance erinnernde Schloss ist eines der beeindruckendsten Bauwerke und beliebtesten Ausflugsziele des Rhein-Erft-Kreis. Seine imposante Gartenanlage lädt die Besucher zum Verweilen ein.


  • Denkmal in Not: Schloss Türnich

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    Ein Schloss im Dornröschenschlaf - Schloss Türnich bei Köln

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    Ein Schloss im Dornröschenschlaf - Schloss Türnich bei Köln

    Umrankt von herrlichen Rosenbüschen, bezaubert westlich von Köln ein verfallendes Dornröschenschloss: Schloss Türnich. Eine angenehme Aura umgibt das verwunschene Wasserschloss. Doch die Idylle trügt, seit Mitte der 1970er Jahre ist das Schloss unbewohnt und verschlossen.
    Schloss Türnich ist ein typisch rheinisches Wasserschloss aus dem 18. Jahrhundert, von Kunsthistorikern in einem Atemzug genannt mit Falkenlust, dem berühmten Jagdschloss des Kurfürsten Clemens August bei Brühl. Als Baumeister wird der in kur-kölnischen Diensten stehende Franzose Michael Leveilly vermutet.
    Das Ensemble liegt auf einer Insel, die ringförmig von zwei Wassergräben, natürlichen Nebenarmen der Erft, umfasst ist. Das Schloss selbst ist ein zweigeschossiger Rechteckbau aus hell verputztem Backstein, der sich auf einem Rustikasockel erhebt. Es ist ganz der Eleganz der französischen Maisons de Plaisance verpflichtet. Eine freitragende Treppe verleiht dem lichtdurchfluteten Treppenhaus eine verspielte Leichtigkeit. Die eigentliche Kostbarkeit aber ist der erhaltene Raumschmuck aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Leichte Rokokostukkaturen überziehen Wände und Türen. Tapisserien und kunstvoll geschnitzte Holztäfelungen zieren die Räume. Alles ist erhalten, von den Griffen an Fenstern und Türen über marmorne Kamine bis zu Holz- und Parkettböden.

    Ein Juwel des rheinischen Rokoko

    Bauherren des Wasserschlosses waren die Freiherrn von Rolshausen. 1757-1766 ließen sie das jetzige Herrenhaus errichten, das sie bereits 1850 an die Grafen von und zu Hoensbroech, ein altes rheinisches Adelsgeschlecht, verkauften. Diese wurden mit dem Schlosskauf zu Besitzern der größten Braunkohlengrube in Türnich, einem Erwerbszweig, den sie erfolgreich betrieben, bis das Brikettgeschäft zu Beginn des 20. Jahrhunderts stagnierte.
    Um 1890 begann Reichsgraf und Marquis Franz-Eugen von und zu Hoensbroech mit Umbauten am Herrenhaus. Das Schloss ließ er mit weiteren Stukkaturen und Boiserien im Stil des sogenannten zweiten rheinischen Rokoko prachtvoll ausstatten.
    Doch um diese Kostbarkeiten der Öffentlichkeit wieder zeigen zu können, bedarf es einer großen gemeinschaftlichen Anstrengung. Das von Wasser umgebende Gebäude steht auf einem teils weichen, teils festeren, kiesigen Untergrund. Und ganz nah am Rande des Braunkohlentagebaus. Der Abbau der Braunkohle erforderte in den fünfziger Jahren die Absenkung des Grundwassers. Das Schloss bekam dadurch so starke Risse, dass es auseinanderzubrechen drohte. 1980 wurde es mit stählernen Zugankern notgesichert. Der Zustand des Schlosses ist heute besorgniserregend. Der jahrzehntelange Leerstand, undichte Stellen im Dach und fehlende finanzielle Mittel tun ihr übriges. Was an Mobiliar und Raumschmuck nicht ausgelagert werden konnte, wurde abgedeckt. Seit Jahren durchzieht ein Wald aus hölzernen Stützstreben die Beletage. Mit Polstern versehen, schützen sie den wertvollen Rokokostuck – bis der Tag kommen mag, an dem er restauriert werden kann.
    Die gräfliche Familie sieht es als ihre Pflicht an, das Schloss zu bewahren und später für das Publikum zugänglich zu machen. So ist sie mit der Stadt Kerpen einen Treuhandvertrag eingegangen, der es der Stadt ermöglicht, auch mit öffentlichen Mitteln die Restaurierung des Schlosses zu fördern. Würde das Wasserschloss untergehen, wäre das ein tragischer Verlust.

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Schloss Türnich

Gräflich Hoensbroechsche Verwaltung Schloß Türnich 50169 Kerpen
+49 2237-974 670
+49 2237-974 688
http://www.schloss-tuernich.de
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